Schriftenreihe vom Forscherehepaar  Anni und Wilhelm-Josef Droste

 

Lürbke – Bremke

rechts und links der Bieber

Inhaltsverzeichnis

von Anni und Wilhelm-Josef Droste, Menden 2000    30,- €

 

 „Häuser in Lendringsen.

Ihre Baugeschichte und deren Bewohner“

Inhaltsverzeichnis Band 1

von Wilhelm-Josef Droste, Menden 2005    40,- €

 

„Häuser von der Arche bis zur Borg.

Ihre Baugeschichte und ihre Bewohner“

Inhaltsverzeichnis Band 2

von Wilhelm-Josef Droste, Menden 2007     40,- €

 

 

„Der Leinenweber Wilhelm Wieneke und seine Nachkommen“

180 Jahre Anröchter Familiengeschichte Wieneke

                                                                                               Inhaltsverzeichnis

von Anni Droste, Menden 2002     50,- €

 

„Hanse der Stallmeister und seine Nachkommen“

560 Jahre Stallmeister-Familien im Bürener Raum

                                                                                              Inhaltsverzeichnis

von Anni Droste, Menden 2005      50,- €

 

Bestellungen bei Anni und Wilhelm-Josef Droste Tel. 02373-83561

                                                                        

100 Jahre Lendringsen   von  Wilhelm-Josef Droste, Menden 2012

Ein verhinderter Geburtstag

 

Die Gemeinde Lendringsen hätte in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen feiern können, wenn 

a)      der Landrat in Iserlohn im Jahre 1912 den Antrag des Ehrenamtmanns Wiemann befürwortet hätte und

b)      die unfreiwillige Eingemeindung nach Menden am 1. Januar 1975 nicht erfolgt wäre.

 

Bis zum Jahre 1936 gehörten zu der ehemaligen Gemeinde Böingsen die Ortsteile Lendringsen, Hüingsen,

Rödinghausen, Böingsen und Lürbke.

 

Am 21. August 1912 reichte der Ehrenamtmann des Amtes Menden beim Königlichen Landrat in Iserlohn

folgenden Antrag ein:

 

„Etwa 220 Eingesessene der Gemeinde Böingsen haben den Antrag gestellt, der Gemeinde

statt „Böingsen“ die Bezeichnung „Lendringsen“ zu geben, mit der Begründung, daß die

Ortschaft Lendringsen mit etwa 700 Seelen die größte in der Gemeinde Böingsen sei;

Lendringsen sei Pfarrgemeinde, es habe die meisten Schulen, die Post und die Eisenbahn,

 das ganze Gemeindeleben konzentriere sich überhaupt in der Hauptsache in Lendringsen.

Die Gemeindevertretung von Böingsen hat darauf in ihrer Sitzung vom 18. Juli d. J. mit

6 zu 1 Stimmen beschlossen, die Änderung in „Lendringsen“ zu beantragen.

Ich habe gegen diese Änderung nichts einzuwenden und bitte um weitere Veranlassung.“

 

Am 20 September 1912 erteilte der Landrat dann diesen Bescheid:

„Zur Änderung des Namens einer Gemeinde bedarf es der Allerhöchsten Genehmigung.

Daß diese in bezug auf Böingsen erteilt werden würde, erscheint völlig aussichtslos,

 da es an einem ausreichenden Grunde fehlt.

Ich sehe daher davon ab, den Antrag weiter vorzulegen.“

 

Erst mit der Urkunde vom 3. Januar 1936, ausgestellt vom Oberpräsident der Provinz

Westfalen, wurde die bisherige Gemeinde Böingsen offiziell in „Lendringsen“ umbenannt.

 

Da am 31. Dezember 1974 die Gemeinde Lendringsen ihre Selbständigkeit durch Eingemeindung

in die Stadt Menden verlor, erreichte sie noch nicht einmal ein 40-jähriges Gemeinde-Jubiläum.